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Was die Verifizierung auf Vast.ai bringt

Verifizierte Hosts auf Vast.ai sind in unseren Messdaten deutlich häufiger vermietet als unverifizierte und nehmen je GPU mehr ein. Der Beitrag zeigt die Zahlen für mehrere Karten und erklärt, was sie nicht beweisen.

Worum es geht

Auf Vast.ai ist eine Maschine entweder unverifiziert oder verifiziert, und sie kann den Status auch wieder verlieren. Was die Verifizierung ist, was Vast.ai dabei bewertet und welche Mindestanforderungen gelten, steht in unserem Beitrag Vast.ai vorgestellt. Hier geht es um die Frage danach: Wie groß ist der Unterschied in Auslastung und Einnahmen, den wir am Markt messen?

Er ist bei jeder Karte sichtbar, die wir verglichen haben. Wie viel davon auf den Status selbst zurückgeht, lässt sich aus den Daten aber nicht sagen.

Woher die Zahlen stammen

Coregon betreibt einen eigenen Collector, der alle 30 Minuten jedes öffentliche Angebot auf Vast.ai ausliest. Die Zahlen in diesem Beitrag stammen aus dem Zeitraum vom 6. September bis 5. Oktober 2026, das sind 1.305 Durchläufe. Datacenter-Partner von Vast.ai sind nicht enthalten, ebenso wenig Angebote, deren Preis mehr als das Vierfache des Medians für das jeweilige Modell beträgt.

Drei Begriffe vorab:

  • Vermietet ist der Anteil der gelisteten GPUs, der im Zeitraum vermietet war.
  • Preis ist der Median der Stundenpreise je GPU, zu denen Mieten begonnen haben.
  • Einnahmen im Monat sind Medianpreis mal vermieteter Anteil mal 730 Stunden. Der Wert gilt je gelisteter GPU, vor Plattformgebühr und vor Stromkosten.

Auslastung: verifiziert und unverifiziert im Vergleich

Über alle Hosts und Modelle hinweg waren im Zeitraum 79 % der gelisteten GPUs vermietet. Getrennt nach Status sieht es so aus:

  • RTX 5090: 88 % auf verifizierten Hosts, 62 % auf unverifizierten
  • RTX 4090 (24 GB): 91 % gegenüber 61 %
  • RTX 3090: 94 % gegenüber 65 %
  • RTX 3060: 91 % gegenüber 61 %
  • RTX 5080: 92 % gegenüber 56 %
  • RTX PRO 6000 S: 86 % gegenüber 62 %
  • RTX 5070 Ti: 93 % gegenüber 80 %
  • RTX A4000: 88 % gegenüber 26 %
  • L40S: 92 % gegenüber 43 %

Verifizierte Hosts liegen bei allen neun Modellen zwischen 86 % und 94 %. Bei den unverifizierten streuen die Werte stark, von 26 % bis 80 %. Die Zahlen für RTX A4000 und L40S beruhen auf wenigen Hosts: 29 verifizierte und 26 unverifizierte bei der A4000, 16 und 11 bei der L40S. Sie sind unsicherer als die der RTX 5090 mit 680 und 627 Hosts.

Einnahmen je GPU und Monat

Daraus ergeben sich diese Einnahmen je gelisteter GPU im Monat, wieder vor Plattformgebühr und Strom:

  • RTX 5090: 386 $ verifiziert, 228 $ unverifiziert
  • RTX 4090 (24 GB): 310 $ gegenüber 208 $
  • RTX 3090: 128 $ gegenüber 71 $
  • RTX 3060: 44 $ gegenüber 24 $
  • RTX 5080: 175 $ gegenüber 108 $
  • RTX PRO 6000 S: 924 $ gegenüber 547 $
  • RTX 5070 Ti: 136 $ gegenüber 94 $

Bei der RTX 5090 beträgt der Abstand damit 158 $ je GPU im Monat, bei der RTX 4090 sind es 102 $, bei der RTX PRO 6000 S 377 $.

Der Preis erklärt nur einen Teil

Bei der RTX 4090 (24 GB) ist der Medianpreis in beiden Gruppen gleich: 0,467 $ je Stunde. Der gesamte Unterschied in den Einnahmen kommt hier aus der Auslastung. Bei der RTX 5080 liegt der Medianpreis auf unverifizierten Hosts mit 0,267 $ sogar leicht über dem der verifizierten mit 0,26 $, die Einnahmen sind wegen der geringeren Auslastung trotzdem niedriger.

Bei anderen Karten kommt ein Preisunterschied hinzu. Mieten auf verifizierten RTX-5090-Hosts begannen im Median bei 0,60 $ je Stunde, auf unverifizierten bei 0,505 $. Bei der RTX 3090 waren es 0,187 $ gegenüber 0,149 $, bei der RTX PRO 6000 S 1,467 $ gegenüber 1,20 $.

Auffällig ist außerdem die Zahl der Mietbeginne. Auf unverifizierten RTX-5090-Hosts begannen im Zeitraum 19.222 Mieten bei durchschnittlich 596 gelisteten GPUs, auf verifizierten 20.576 Mieten bei 1.292 GPUs. Je gelisteter GPU wechselt der Mieter auf unverifizierten Hosts also häufiger. Wie lange einzelne Mieten dauern, zeigen diese Daten nicht direkt.

Wenn die Verifizierung verloren geht

Eine zweite Auswertung zählt Maschinen statt GPUs und unterscheidet drei Zustände: verifiziert, unverifiziert und Maschinen, die den Status verloren haben. Sie ist anders abgegrenzt als die Zahlen oben, die Werte sind deshalb nicht direkt vergleichbar.

Für die RTX 5090 mit 1.937 verifizierten, 368 unverifizierten und 350 Maschinen ohne den früheren Status:

  • verifiziert: 86 % vermietet, 372 $ je gelisteter GPU im Monat
  • unverifiziert: 70 % vermietet, 250 $
  • Status verloren: 58 % vermietet, 222 $

Bei der RTX 3090 waren es 91 %, 79 % und 64 %. Am stärksten fällt die RTX 5080 ab: 91 % verifiziert, 78 % unverifiziert und 22 % bei den 71 Maschinen, die den Status verloren haben.

Einheitlich ist das Bild nicht. Bei der RTX 4090 (24 GB) liegen Maschinen ohne den früheren Status mit 66 % etwa gleichauf mit den unverifizierten (63 %), bei der RTX 3060 mit 69 % über ihnen (62 %). Beide bleiben klar unter den verifizierten mit 87 % und 89 %. Bei der RTX PRO 6000 S haben nur 13 Maschinen den Status verloren, diese Gruppe ist für eine Aussage zu klein.

Was die Zahlen nicht beweisen

Die Werte beschreiben einen Zusammenhang am Markt, keine nachgewiesene Ursache. Verifizierte und unverifizierte Hosts unterscheiden sich nicht nur im Status:

  • Die Verifizierung setzt Mindestwerte für Hardware und Netzanbindung sowie einen Reliability Score über 90 % voraus. Verifizierte Maschinen mussten diese Bedingungen erfüllen, unverifizierte nicht.
  • Vast.ai berücksichtigt bei der Verifizierung auch Angebot und Nachfrage. Maschinen in gefragten Konfigurationen werden eher verifiziert und wären vermutlich auch ohne Status gefragter.
  • Eine Maschine verliert den Status bei einem aktiven Fehler. Dieselbe Störung kann die Vermietung unabhängig vom Status drücken.
  • Neue Maschinen starten unverifiziert. In dieser Gruppe stecken daher auch Angebote, die erst kurz am Markt sind.

Ein Teil des Abstands dürfte dennoch mit der Sichtbarkeit zusammenhängen: Mieter können nach Maschinenstufe filtern, und die Standardabfrage der Kommandozeile zeigt nur verifizierte Maschinen. Wie groß dieser Anteil ist, können wir aus unseren Daten nicht trennen.

Was das für dich bedeutet

Beantragen lässt sich die Verifizierung nicht, sie läuft automatisch. Beeinflussen kannst du nur die Voraussetzungen: eine Maschine, die die Mindestanforderungen erfüllt, stabil läuft und nach der Verifizierung nicht umgebaut wird.

Rechne nicht mit den Werten verifizierter Hosts, solange deine Maschine den Status nicht hat. Im Rechner findest du die Marktdaten je Modell.

Bei Coregon kaufst du einen GPU-Server, der dir gehört und in unseren Racks steht. Der Strom für das erste Jahr ist mit dem Kauf bezahlt. Standardmäßig verwalten wir dein Angebot auf Vast.ai und passen die Mietpreise laufend an, du kannst es aber auch selbst verwalten. Die Server findest du im Hosting-Konfigurator.

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